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| Stadtinfos
- Historisches |
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Stromberg hat Geschichte gemacht. Denn hier,
von der mächtigen Höhenburg aus, regierten einst
Ritter mit rauher Hand die Ebene. Als Landesburg
der Bischöfe von Münster tritt das wehrhafte Geschlecht
der Burggrafen erstmals 1177 in die Geschichte.
Othalrich und seine Gemahlin Gisela erscheinen
namentlich in einer Lehnsurkunde des Bischofs
Hermann von Münster. Und mit diesem Paar beginnt
der lückenlose Stammbaum der Burggrafen auf dem
Stromberg.
Die Höhenburg wurde bis auf wenige
Reste Ende des 18. Jahrhunderts geschleift: Nur
noch der mächtige Paulusturm, das Mallinckrodthaus,
ältestes Burgmannshaus Westfalens, und die gotische
Kreuzkirche künden als historische Zeugen von
fiedlichen und friedlosen Tagen.
Das Charakteristische an der hochgotischen
Kreuzkirche ist das fehlen eines Turms.
Im Inneren der dreischiffigen Hallenkirche findet
der Besucher eine meisterliche "Madonna mit Christuskind
und Lilie", Sandsteinearbeit (14. Jahrh.), die
der Kölner Schule zugeschrieben wird. Das feingegliederte
Gotteshaus war als Hort des Heiligen Kreuzes von
Beginn an Mittelpunkt der seit rund 800 Jahren
nachweisbaren Stromberger Wallfahrt, einer der
bedeutendsten in Westfalen. Das Heilige Kreuz,
romanischen Ursprungs und von beinahe byzantinischer
Strenge, zählt zu den ältesten Christusdarstellungen
in Westfalen. Der Korpus ist durch einen Silbermantel
verkleidet. Dreimal - in den Jahren 1600, 1845
und 1877 - wurde es gestohlen, beschädigt oder
zerstört, konnte jedoch jedesmal wieder aufgefunden
und erneut zusammengesetzt werden.
Seit Jahrhunderten ist es Ziel frommer Pilger
aus ganz Westfalen.
Nach den Wallfahrern sind es - später im
Sommer - theaterbegeisterte Besucher, die durch
den mächtigen Bogen des Paulusturmes zu den
Freilichtaufführungen der Burgbühne
kommen. An Wochenenden hält auf den Stufen
vor der historischen Kulisse der Kreuzkirche eine
engagierte Laienspielschar junge und junggebliebene
Zuschauer mit Märchenhaftem und Klassischem
in Atem.
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